La Mort des Amants
La Mort des Amants
Charles BAUDELAIRE
Les Fleurs du Mal, 1857
Nous aurons des lits pleins d’odeurs légères,
Des divans profonds comme des tombeaux,
Et d’étranges fleurs sur des étagères,
Écloses pour nous sous des cieux plus beaux.
Usant à l’envi leurs chaleurs dernières,
Nos deux cœurs seront deux vastes flambeaux,
Qui réfléchiront leurs doubles lumières
Dans nos deux esprits, ces miroirs jumeaux.
Un soir fait de rose et de bleu mystique,
Nous échangerons un éclair unique,
Comme un long sanglot, tout chargé d’adieux ;
Et plus tard un Ange, entr’ouvrant les portes,
Viendra ranimer, fidèle et joyeux,
Les miroirs ternis et les flammes mortes.
Nous aurons des lits pleins d’odeurs légères,
Des divans profonds comme des tombeaux,
Et d’étranges fleurs sur des étagères,
Écloses pour nous sous des cieux plus beaux.
The Death of Lovers
We shall have beds full of subtle perfumes,
Divans as deep as graves, and on the shelves
Will be strange flowers that blossomed for us
Under more beautiful heavens.
Using their dying flames emulously,
Our two hearts will be two immense torches
Which will reflect their double light
In our two souls, those twin mirrors.
Some evening made of rose and of mystical blue
A single flash will pass between us
Like a long sob, charged with farewells;
And later an Angel, setting the doors ajar,
Faithful and joyous, will come to revive
The tarnished mirrors, the extinguished flames.
Translated by William AGGELER
The Flowers of Evil (Fresno, CA: Academy Library Guild, 1954)
Die treue Magd
Die treue magd auf die ihr eifrig wachtet
Und die nun unterm schlichten rasen nachtet
Mir dünkt dass wir ihr ein paar blumen schulden·
Die armen toten haben viel zu dulden.
Und wenn oktober der die bäume schüttelt
An ihren gräbersteinen traurig rüttelt
So müssen sie uns oben herzlos finden
Die wir uns weich in unsre decken winden.
Sie aber sind verzehrt von grausen schaudern ·
Sind ohne bettgenoss und ohne plaudern
Und ihr gebein woran die würmer klopfen
Verspürt der winterlichen wasser tropfen
Und nimmer wechseln freunde und gevattern
Die fetzen die um ihren kerker flattern.
Und säh ich sie beim singenden gezische
Des feuers plötzlich still vor meinem tische
Und unter eisigen dezemberschauern
In einem winkel meines zimmers kauern
Und ihrem grab entstiegen freundlich nicken
Dem grossgewordnen kind mit mutterblicken ·
Was würd ich zu der frommen seele sprechen
Der aus dem hohlen auge tränen brechen ?
Nachgedichtet von Stefan GEORG
Baudelaire, 6. Ausgabe der Werke, Bei Georg Bondi in Berlin, 1922
Quelle : https://archive.org/details/dieblumendesbs00bauduoft
