Je vis je meurs

Je vis je meurs

Louise Labé

Débat de Folie et d’Amour et Élégies et Sonnets, 1555

Je vis je meurs je brûle et je me noie
J’ai très chaud tout en endurant le froid
La vie me semble et trop douce et trop dure
J’ai grand chagrin entremêlé de joie

Au même instant je ris et je larmoie
Dans mon plaisir je souffre la torture
Mon bonheur fuit et à jamais il dure
En même temps je sèche et je verdoie

Ainsi l’Amour inconstamment me mène
Et quand je pense être en grande douleur
Tout à coup je me trouve hors de peine

Je vis je meurs je brûle et je me noie
J’ai très chaud tout en endurant le froid
La vie me semble et trop douce et trop dure
J’ai grand chagrin entremêlé de joie

Puis quand je crois ma joie être certaine
Et que je suis au comble du bonheur
Il me remet dans mon premier malheur

Au même instant je ris et je larmoie
Dans mon plaisir je souffre la torture
Mon bonheur fuit et à jamais il dure
En même temps je sèche et je verdoie

I live I die

I live, I die ; I burn myself, I drown.
I’m hot in the extreme while suffering cold.
Life is too soft for me, too hard to hold.
My joy and heavy ache are mixed in one

At once I laugh and smile, and weep and frown
In pleasure, my heart finds great pangs and grief.
The good flies off, yet stays without relief.
At once I blossom green, and wither brown.

Thus does Love lead me on capriciously,
And when I think my lot is but more pain
With scarce a thought I find myself pain-free.

Then when I think my joy a certainty
And fortune’s peak is finally my domain,
He casts me down to deep old grief again.

Translated by A.Z. FOREMAN
Source : http://poemsintranslation.blogspot.fr

Ich leb ich sterb

Ich leb, ich sterb ; ich brenn und ich ertrinke,
ich dulde Glut und bin doch wie im Eise ;
mein Leben übertreibt die harte Weise
und die verwöhnende und mischt das Linke

Mir mit dem Rechten, Tränen und Gelächter
Ganz im Vergnügen find ich Stellen Leides,
was ich besitz, geht hin und wird doch echter :
ich dörr in einem, und ich grüne, beides.

So nimmt der Gott mich her und hin. Und wenn
ich manchmal mein’, nun wird der Schmerz am größten,
fühl ich mich plötzlich ganz gestillt und leicht.

Und glaub ich dann, ein Dasein sei erreicht,
reißt es mich nieder aus dem schon Erlösten
in eine Trübsal, die ich wiederkenn.

Nachgedichtet von Rainer Maria RILKE
Quellenhinweis : http://www.deutsche-liebeslyrik.de
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